Fachhochschulen fordern faire Wettbewerbsbedingungen in der Forschung

Utl.: FH-Forschung ist wichtiger Innovationstreiber für den Standort Österreich – jetzt braucht es Stabilität in der Finanzierung

„Es ist wirklich beeindruckend, mit welch hohem Engagement und Durchhaltevermögen an den Fachhochschulen die Forschung vorangetrieben wird. Hier ist enormes Potenzial an Forschungstalenten, Kompetenz, Exzellenz und vor allem Motivation und Leidenschaft vorhanden“, so eine begeisterte FHK-Präsidentin, Ulrike Prommer, anlässlich des diesjährigen Forschungsforums der Österreichischen Fachhochschulen an der FH Kärnten. „Die Fachhochschulen forschen zu den zentralen Zukunftsthemen unserer Zeit, wie erneuerbare Energieformen, neue bzw. nachhaltige Produktionsprozesse, neue Formen des Bauens und Wohnens, soziale Sicherheit, Ernährung, Gesundheit und vieles mehr. Diese Forschung erzeugt hohe Wirkung und bringt uns als Gesellschaft voran“, so Prommer. „Und dennoch müssen die Fachhochschulen derzeit von Projekt zu Projekt forschen. Infrastruktur und Forscherkarrieren sowie die Dissemination der Forschungsergebnisse können nicht gesichert werden, denn es fehlen nachhaltige Mittel für die Forschungsfinanzierung. Der essenzielle Rückfluss von Forschungsergebnissen in die Lehre ist gefährdet. Hier benötigen wir endlich faire Wettbewerbsbedingungen in Form einer nachhaltigen Finanzierung für Forschung durch das BMBWF. Die Fakten liegen alle auf dem Tisch. Jetzt müssen Taten folgen!“

Ein wichtiger Schritt, hier weiterzukommen, ist der Dialog mit der Politik. Das Forschungsforum der Fachhochschulen bietet dafür den idealen Rahmen, denn hier trifft alljährlich die FH-Forschung auf die Forschungspolitik.

Wissenschaftsminister Martin Polaschek hob in seinem Statement hervor, dass sich die Fachhochschulen als Forschungsstätten etabliert haben und Beachtliches leisten. Als praxisorientierte Hochschulen können sie vor allem die Wissenschaft näher an die Menschen bringen und dazu beitragen, die Wissenschaft in die Gesellschaft zu transferieren. Angesprochen auf die Kernforderung der Fachhochschulen nach einer nachhaltigen Forschungsfinanzierung, verwies er darauf, dass dieses Thema Teil der aktuellen Verhandlungen mit der FHK seien.

Die hohe Bedeutung und die starke Vernetzung der Fachhochschulen mit ihrem regionalen Umfeld hob sodann der Landeshauptmann von Kärnten, Peter Kaiser, hervor. Fachhochschulen stehen für angewandte Forschung, die lösungsorientiert die Herausforderungen der Gesellschaft bewältigt. Wissen in all seinen Anwendungen ist die größte Produktivkraft, auf die es zu setzen gilt. Er unterstützt die Fachhochschulen in ihrer Forderung nach finanzieller Sicherheit und Stabilität.

Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies, vertrat die Position der Wirtschaft. Kooperationen in der Forschung bzw. generell eine enge Vernetzung mit anwendungs- und vor allem lösungsorientierten Forschungseinrichtungen wie den Fachhochschulen sind für die Unternehmen und deren Absicherung am Standort Österreich von ganz entscheidender Bedeutung. Genau diese Form der Kooperationen können ein Standortvorteil und damit entscheidungsrelevant für ein Unternehmen sein.

Herlitschka unterstützt ausdrücklich die Forderung der Fachhochschulen nach einer nachhaltigen Forschungsfinanzierung, die leistungsbezogenen Kriterien folgt, denn gerade an den Fachhochschulen ist es wichtig, Lehre und Forschung eng zu verknüpfen, damit neue Berufsbilder entstehen können. Genau in dieser Qualität benötigen die Unternehmen dringend Absolvent*innen, mehr denn je benötigt die Wirtschaft wissenschaftlich fundiert, anwendungsorientiert ausgebildete Fachkräfte.



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