Home
 FHK
 Mitglieder
 Hochschulpolitik
 Ausschüsse
 Termine
 Interessantes
 Links
 Sitemap
   
 
 
 
Interner Bereich für Mitglieder
   
 
Passwort vergessen?
Hier klicken

 

 

BZA EZA Konferenz  
> Home 
 

 

 


Fachhochschulen als Beispiele erfolgreicher Entwicklungszusammenarbeit

 

Dass die Internationalisierungsstrategien der Fachhochschulen auch eine entwicklungspolitische Dimension aufweisen, ist innerhalb des Sektors bekannt und wurde auch seitens der FHK durch den Beitritt zum „Runden Tisch – Bildungszusammenarbeit (BZA)“ im Jahre 2005 zum Ausdruck gebracht. Bei einer Konferenz in Wien am 16. und 17. April 2009 an der Universität für Bodenkultur konnten die Fachhochschulen diesen Umstand erstmals vor über 160 nationalen und internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eindrucksvoll unter Beweis stellen.

 

Bereits bei der Pressekonferenz zum Beginn der Tagung wies FHK-Vize-Präsident Raimund Ribitsch darauf hin, dass die Fachhochschulen mit einer Vielzahl von Hochschulen aus über 60 Ländern Kooperationen in den Bereichen Lehre und Forschung sowie Studierendenaustausch pflegen. Bei diesen Kooperationen steht immer der Mehrwert für beide Seiten im Vordergrund. Es geht darum voneinander zu lernen. Besteht im Land des Kooperationspartners im Bereich der Hochschulen noch Entwicklungsbedarf, wollen die ausländischen Partner vom Konzept „Fachhochschule“ lernen.
Fachhochschulen treffen mit ihren Zielwerten „Wissens- und Innovationstransfer in die Regionen“, „Praxisbezug“, „Berufsfeldorientierung“ und „angewandte Forschung insbesondere in Kooperation mit KMUs“ exakt den Bedarf den diese Länder haben. Es kommt in der Folge zu einem direkten know-how-Transfer von den heimischen Fachhochschulen zu ihren Partnerländern. Weiters wies Ribitsch auf die steigenden Mobilitätszahlen im FH-Sektor hin, die diese offensive Internationalisierungsstrategie widerspiegeln. Derzeit gibt es mehr als 30 Studiengänge, die gänzlich in englischer Sprache abgehalten werden, wobei generell ein Ansteigen des fremdsprachigen Lehrangebots bemerkbar ist. Joint und Double Degree Programme mit Hochschulen im Ausland gibt es derzeit bereits 22.

 

Bei der Entwicklung der Studierendenzahlen aus Entwicklungsländern, die an Fachhochschulen studieren, ist ebenfalls eine stark steigende Tendenz bemerkbar. Im Studienjahr 2004/05 waren es noch 332 Studierende aus Entwicklungsländern, im Studienjahr 2007/08 bereits 664. Das heißt, dass jährlich um mehr als 100 Studierende dazu gekommen sind. Die Zahl der FH-Studierenden die in einem Entwicklungsland einen Studien- oder Praktikumsaufenthalt absolviert haben, liegt erfahrungsgemäß noch wesentlich höher (statistische Daten dazu fehlen leider).

 

Als wichtig strich Ribitsch hervor, dass die Mobilitätsstrategien der Fachhochschulen auch im Bereich der Fremden- und Sozialversicherungsrechtlichen Rahmenbedingungen umgesetzt werden.
Bürokratische Hürden beim Aufenthalt und bei der Einreise sollten für Studierende und Forschende minimiert werden.

 

Im Rahmen der nachfolgenden Podiumsdiskussion hielt Eva Werner als Leiterin des FHK-Ausschusses für internationale Angelegenheiten fest, dass die Fachhochschulen mit ihrem 15jährigen Bestehen ein sehr junger und dynamischer Hochschul-Sektor sind. Internationalisierung war von Beginn an dem Leitbild aller Fachhochschulen immanent. Bei dem Aufbau der internationalen Kontakte und Kooperationen haben die Fachhochschulen bewusst einen neuen Weg beschritten. Bei der Partnerwahl ging und geht es in erster Linie darum, wie der gegenseitige Nutzen aus Sicht der Studierenden bzw. der Lehre und Forschung zu bewerten ist, ob also von Studien-, Forschungs- oder Praktikumsaufenthalten gegenseitig profitiert werden kann. Kooperationen an der Nord-Süd-Achse waren folglich von Beginn an eine Selbstverständlichkeit.
International weniger bekannte Universitäten kommen als Partner ebenso in Frage wie renommierte Institutionen in den Industrieländern.

 

Highlight der Konferenz war der Abendempfang in der neu ausgebauten Lounge am Dach der Österreichischen Wirtschaftskammer mit WKO-Vize-Präsidentin Renate Römer und Bundesminister Johannes Hahn. Hahn dankte den Gästen für ihr Engagement, das in den momentan herrschenden wirtschaftlich turbulenten Zeiten, alles andere als selbstverständlich ist. Bei einem atemberaubenden Blick über Wien boten sich den Gästen viele interessante Gelegenheiten zum Networking und Erfahrungsaustausch.

 

Sowohl am Nachmittag des ersten Tages als auch am zweiten Konferenztag wurden Praxisbeispiele aus dem FH-Sektor präsentiert. Helmut Spitzer von der FH Kärnten präsentierte ein erfolgreiches Austauschprogramm mit Tansania.
FHK-Generalsekretär Kurt Koleznik nahm in seinem Statement auf Projekte wie die EZA/ADA-Auslandspraktika für sozialwissenschaftliche FH-Studien
(Projektleitung: Frau Mag. Marijana Grandits – FH Campus Wien, Studiengang
Sozialarbeit) und Projekte in der Schwarzmeerregion (FH des bfi Wien) Bezug.
Aktiv als VertreterInnen des Fachhochschul-Sektors an der Konferenz beteiligt, waren außerdem Helga Stefanov (FH Campus Wien) und Oskar Müller (FH Vorarlberg). 

 

 




 

 

 

 

Programm der Konferenz

 

Fotos